Fallstudie 3

Veralisieren von Lagerstellen gegen Passrost: Beschichtungswechsel für mehr Sicherheit in Zürcher S-Bahn

Das Drehgestell ist eine Komponente von Schienenfahrzeugen mit der primären Funktion, die Fahrzeugstruktur zu tragen und das Fahrzeug am Gleis zu führen. Die auf dem Drehgestell montierten Drehzapfen haben die Aufgabe, den Wagenkasten aufzunehmen. Schwingungen, feinste Vibrationen, lose Passungen und Schlupfpassungen führen durch mechanischen Verschleiss und Wechsel-beanspruchung zu einer hohen mechanischen Oberflächenbelastung an den Lagerstellen. Die Werkstoffoberfläche wird zerrüttet und die Bildung von Mikrorissen begünstigt, was die Dauerfestigkeit des Werkstoffes stark vermindert. In der Folge kann es zu Reib-korrosion und schlimmstenfalls zum Auftreten eines Dauerbruches kommen.

Der Lieferant der Hochleistungslokomotiven der Zürcher S-Bahn beauftragte Veralit mit dem
chemischen Vernickeln der Drehzapfen. Die Konstrukteure gelangten rasch zu der Über-zeugung, dass die Veralisierung der Lagerzapfen eine gute Möglichkeit darstellt, den hohen Funktions- und Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden. Die Bindungskräfte zwischen den Atomen beider Materialpartner bewirken eine exzellente Haftung der Veralit-Schicht auf dem Basismaterial.
Veralit ist eine einzigartige Beschichtung, die einer extremen Dauerbelastung standhält und die Passrostbildung verhindert. Bei der Revision der Drehgestelle kann der Wagenkasten problemlos angehoben werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass sich dieser auf den veralisierten Lagerstellen „frisst“.

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